Psychotherapie
Praxen
Zürich | PTPZ
Dr.med. Marie-Caroline Viebke
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie (FMH)

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Depressionen: Übersicht, Symptome & Therapie

Übersicht

Bei einer Depression leiden die Betroffenen vor allem unter:
Andere häufige Symptome können sein:
Es kann auch zu Gedanken an den Tod kommen. Jede vierte Frau und jeder achte Mann erkrankt im Laufe des Lebens an einer Depression. Damit gehört die Depression zu den häufigsten (nicht nur psychiatrischen) Erkrankungen.
Nach ICD (International Classification of Diseases) werden folgende Unterformen unterschieden:

Leichte, mittelschwere und schwere Depressionen

Hierbei handelt es sich um eine Einteilung der Erkrankung nach Schweregrad. Der Schweregrad wird nach dem Vorliegen einer bestimmten Anzahl von Symptomen definiert.

Depression mit somatischen Symptomen

Bei dieser Form müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, wie zB Gewichtsverlust (mehr als 5% in einem Monat), starker Appetitverlust, frühmorgendliches Erwachen, Morgentief der Stimmung und andere.

Wahnhafte Depression

Wenn neben den typischen oben beschrieben Kennzeichen der Depression z.B. akustische Halluzinationen (Stimmenhören als Beispiel) oder Wahnideen auftreten.

Saisonale Depression

"Winterdepression" mit sich wiederholendem Beginn jeweils im Winter und Abklingen der Erkrankungszeichen im Frühjahr.

Dysthymien

Über mindestens zwei Jahre verlaufende, chronische, depressive Erkrankungen, die nie den Schweregrad einer Depression nach ICD (International Classification of Diseases) erreichen.

Gibt es ausser der Depression auch andere Erkrankungen, bei denen depressive Symptome ein Anzeichen der Erkrankung ist?

Ja. Depressive Symptome gehören zu den häufigsten psychischen Symptomen bei vielen körperlichen Erkrankungen unterschiedlichster Ursache. Der Psychiater (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) stellt deshalb während des ersten Gesprächs auch viele Fragen zu möglichen körperlichen Ursachen, um diese auszuschliessen. Sollten sich dabei aber Hinweise auf mögliche körperliche Ursachen für die Depression ergeben, veranlasst der Psychiater weiterführende Abklärungen (bzw nimmt nach Einverständnis des Betroffenen Kontakt zum Hausarzt auf, um zu erfahren, was im Vorfeld bereits abgeklärt wurde). Mögliche Folgeuntersuchungen, die nach dem ersten Gespräch mit dem Psychiater veranlasst werden könnten, wären z.B. ein CT oder MRI des Kopfes, eine Blutuntersuchung oder ein Ruhe-EKG.
Neben den körperlichen Ursachen gibt es auch andere psychiatrische Erkrankungen, bei den es zu depressiven Symptomen kommen kann.
Beispiele hierfür wären:

Wie kann eine Depression behandelt werden?

Eine Depression kann mit Psychotherapie und/oder pharmakologisch behandelt werden.
Die Psychotherapieform der PTPZ ist die kognitive Verhaltenstherapie. Zunächst wird der Betroffene über die Erkrankung Depression aufgeklärt. Danach werden dem Patienten kognitive Techniken vermittelt, mithilfe derer er seine Verhaltensmuster, die die Depression aufrechterhalten, erkennen und kontrollieren lernt. Im Einzelfall kann die tägliche Einnahme eines Medikaments für einen begrenzten Zeitraum sehr unterstützend wirken. Ob eine medikamentöse Unterstützung empfehlenswert ist, klärt sich im ausführlichen Gespräch mit dem Psychiater. Die Entscheidung, ob das Medikament verschrieben wird, wird immer gemeinsam mit dem Patienten gefällt.

Was bewirkt eine Psychopharmakotherapie bei Depression oder Manie?

Die Psychopharmakotherapie kann die Phasendauer verkürzen und die Symptomatik abschwächen.

Was ist eine Phasendauer?

Dieser Begriff beschreibt, wie lange der Betroffene unter den Symptomen einer Depression oder Manie leidet. Zwischen den Betroffenen gibt es aber erhebliche Unterschiede, was die Dauer einer Phase angeht. Durchschnittlich dauern die Phasen 4-9 Monate.

Depression nach der Geburt (Postpartale Depression)

Im Wochenbett treten zehnmal mehr psychiatrische Erkrankungen (häufig Depressionen) auf, als während der übrigen Lebenszeit einer Frau. Durch die hormonelle Umstellung nach der Geburt kann sich eine Depression innerhalb von wenigen Stunden entwickeln, oder aber in den ersten Wochen/Monaten nach einer Geburt.

Vegetative Depression

Bei dieser Form der Depression stehen körperliche Symptome im Vordergrund und die depressive Verstimmung und die für eine Depression typische Denk- und Antriebshemmung bleiben oft lange hinter diesen körperlichen Symptomen verborgen. Beispiele für körperliche Symptome bei einer Depression können sein: Schmerzsyndrome (v.a. Kopf- oder Rückenschmerzen), Schlafstörungen, andauernde Müdigkeit ohne Erholung im Schlaf, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel- und Kollapsgefühl, Herzrhythmusstörungen, Druckgefühl über der Brust oder im Bauchraum, „Kloss im Hals“, „Band um den Kopf“.